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Im März 2011 startete die Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreich mit dem Lebensministerium und dem Verein für Konsumenteninformation die Kooperation in Sachen Umweltzeichen. Nach den bereits zertifizierten Wandfarben sollen insgesamt bis zu 50 Prozent der heimischen Lackerzeugnisse das Umweltzeichen erhalten. Es hilft den österreichischen Lackerzeugern bei der öffentlichen Beschaffung und Wohnbauförderung, gleichzeitig steht es über der Vielzahl von „privaten“ Umweltzeichen und -listen. Österreich ist mit dieser Initiative Vorreiter in Europa.
Zirka zehn Prozent der Wandfarben aus österreichischer Produktion wurden bereits mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Das ist das Ergebnis der erst vier Monate jungen „Initiative Umweltzeichen“ der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreich (FCIO) in Kooperation mit dem Lebensministerium und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI).
Umweltzeichen wird ausgeweitet, öffentliche Beschaffung erleichtert
Im zweiten Schritt soll das Umweltzeichen auf bis zu 50 Prozent der österreichischen Lack- und Anstrichmittel sowie auf Straßenmarkierungen ausgedehnt werden. Dr. Klaus Schaubmayr, GF Berufsgruppe Lackindustrie FCIO: „Lack-und Anstrichmittel, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgestattet sind, können im Rahmen der öffentlichen Beschaffung und der Wohnbauförderung zum Einsatz kommen.“ Das wäre eine deutliche Entlastung für die heimischen Lackproduzenten. Denn so Schaubmayr: „Das Österreichische Umweltzeichen steht über den vielen privaten Umweltzeichen und -listen und macht die vielen kostspieligen Einzelzulassungen dafür obsolet.“
Nachhaltigkeit: Österreichische Lackindustrie ist Vorreiter in Europa
Mit dem strengen Österreichischen Umweltzeichen bekennt sich die heimische Lackindustrie zur nachhaltigen Lackproduktion. KR Ing. Hubert Culik MAS, Obmann Berufsgruppe Lackindustrie FCIO: „Das Österreichische Umweltzeichen berücksichtigt neben der Umweltfreundlichkeit eines Produktes auch seine wirtschaftliche und soziale Komponente, also alle drei Säulen der Nachhaltigkeit. Wir möchten diesen hohen ganzheitlichen Standard auch im Europäischen Umweltzeichen verankern, das bis dato ausschließlich die Umweltkomponente betrachtet.“
Umweltzeichen: Effizienteres Prüfverfahren
Um das Umweltzeichen zu erhalten, musste bis vor kurzem jedes Lackprodukt einzeln im Labor überprüft werden. „Ein Prozedere, das sehr aufwendig und für uns Produzenten mit hohen Kosten verbunden war“, erklärt Culik. Das optimierte Zertifizierungsverfahren durch die Umweltzeichen-Kooperation des FCIO mit dem Lebensministerium und dem VKI basiert auf einer Rohstoffdatenbank, in der alle zur Lackproduktion notwendigen Grundstoffe erfasst und bewertet sind. Schaubmayr: „Durch dieses optimierte Prüfverfahren werden die Kosten für die Unternehmen deutlich gesenkt, die hohen Prüfstandards werden beibehalten.“
Wien, 7. Juli 2011